Solidarität statt Spaltung

TRIER. Für das Bundeswehrgelöbnis am 24. Mai in Trier ist mit einer großen Gegendemonstration zu rechnen. Die Jungen Liberalen Trier/Trier-Saarburg kritisieren den geplanten Auftritt der Bundestagsabgeordneten Corinna Rüffer (B’90/Grüne) bei der Kundgebung der AG Frieden.

 

„Dass sich eine Abgeordnete der Bundesrepublik Deutschland nicht nur gegen die eigene Parlamentsarmee wendet, sondern darüber hinaus direkt gegen Bürgerinnen und Bürger in Uniform demonstriert, obwohl es gerade die Aufgabe der Volksvertreterinnen und Volksvertreter sein sollte, der Bundeswehr den Rücken zu stärken, halten wir für einen Skandal!“ erklärt Roman Straub, Vorsitzender der Trierer JuLis hierzu.

 

“Debatten über die Zukunft der Bundeswehr können im Bundestag geführt werden, aber dass hiergegen während der Gelöbniszeremonie mit Unterstützung eines Mitgliedes des Bundestags demonstriert wird, ist ein Schlag ins Gesicht für die Rekrutinnen und Rekruten sowie für deren Angehörige und Familien. Die Soldatinnen und Soldaten leisten ihren Eid auf das Grundgesetz und haben den Auftrag, unsere liberale Demokratie zu verteidigen. Dafür gebührt ihnen und ihren Familien Dank und Anerkennung, keine gesellschaftliche Stigmatisierung und Ausgrenzung.“, so Straub weiter.

 

Die Jungen Liberalen stellen selbstredend nicht das Recht auf Demonstration infrage. Allerdings sollte man sich gut überlegen, inwieweit ein solcher Protest gegen die eigenen Soldatinnen und Soldaten angemessen erscheint.

 

Die Jungen Liberalen werden am Tag des Gelöbnisses anwesend sein um, anders als die Gegendemonstrantinnen und -demonstranten sowie Frau Rüffer, ihre Solidarität mit den Rekrutinnen und Rekruten, wie auch der ganzen Bundeswehr zu bekunden. „Die Soldatinnen und Soldaten leiden ohnehin bereits unter dem mangelnden Rückhalt und Respekt aus der Bevölkerung, die sie schützen. Es kann nicht sein, dass Bundestagsabgeordnete die offenkundige Geringschätzung gegenüber dem Dienst der Soldatinnen und Soldaten noch aktiv durch solche Auftritte befördern. Man muss sich angesichts des Verhaltens von Frau Rüffer und anderen Abgeordneten nicht wundern, wenn sich Soldatinnen und Soldaten gesellschaftlich in die Ecke gedrängt fühlen und wenn es dann Fälle gibt, wie wir sie zuletzt in Illkirch miterleben mussten.“, erläutert Straub.

 

“Es ist doch ein Treppenwitz der Geschichte, dass sich Frau Rüffer nicht in der Lage sieht, auf einer Podiumsdiskussion der IHK gegen populistische Parteien zu argumentieren, die unserer liberalen Gesellschaft feindlich gegenüberstehen, aber in einem Atemzug gegen diejenigen demonstriert, die den Schutz eben dieser liberalen Grundwerte sichern.“, schließt Straub.